Gesellschaft
In der Republik Irland leben über 4 Millionen Menschen. Über 60 Prozent wohnen in Großstädten und den größeren Städten im Land. Alle anderen Einwohner leben in Kleinstädten, auf Dörfern oder einfachen ländlichen Gehöften. Die irischen Städter sind in der Regel wohlhabender als ihre Landsleute in den teils strukturschwachen ländlichen Regionen. Bemerkenswert: Die irische Gesellschaft ist im Durchschnitt relativ jung. Über die Hälfte der Bewohner ist unter 30 Jahre alt.
Irland war ein klassisches Auswanderungsland. Bis weit in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein. Bittere Armut war der Hauptgrund, der viele Iren bewegte ihre geliebte Insel zu verlassen. Neue Hoffnung schöpften sie in Amerika, Neuseeland, Kanada oder Australien. Iren sind sehr traditionsbewusst. Auch in Übersee haben sie ihre Feste wie beispielsweise den berühmten St. Patricks Day gefeiert. Heute ist Irland ein Einwandererland - und beherbergt immer noch traditionsbewusste Iren.
Die irische Gesellschaft ist geprägt von der katholischen Religion
Die Bevölkerung auf der Grünen Insel ist fast ausschließlich katholisch. Genau genommen rund 88 Prozent der Iren. Drei Prozent gehören der Church of Ireland an. Die Religion ist ein wesentliches Elemente im irischen Alltagsleben. Sie beeinflusst maßgeblich das politische und kulturelle Leben auf der Grünen Insel. Teils könnte man die Religion als Symbol für das Irischsein schlechthin bezeichnen. So genießen Priester einen hohen Stellenwert in der irischen Gesellschaft.
Die Iren sind ernsthaft interessiert - an Menschen im Allgemeinen, an Irland-Urlaubern oder Einwanderern im Besonderen. Die Herzlichkeit und das freundliche Interesse sind nicht gespielt. Oberflächliche Höflichkeit ist keine irische Eigenschaft.
Die Inselbewohner lieben Diskussionen - über Gott und die Welt, aber bitte nicht über Religion oder die Katholische Kirche. Diese sind ihnen heilig. Dann lieber über das Wetter reden - denn dieses eignet sich sicherlich immer für einen guten Gesprächseinstieg. Ebenso typisch für die irische Gesellschaft ist die ausgeprägte und lebendige Pubkultur. Hier treffen sich alle Iren - alt und jung, Frau und Mann, Akademiker und Arbeiter oder Manager und Landwirt. Im Pub wird gerne und natürlich ausführlich diskutiert, getrunken, gesungen und getanzt.
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