Kultur

Irland hat weitaus mehr zu bieten als Pubs, Guiness und Irish Folk. Diese Begriffe hat jeder schnell im Kopf, wenn er an Irland denkt. Vor allem besitzt Irland aber eines: Traditionen. Die Iren sind ein stolzes und vor allem traditionsbewusstes Volk. Eine eigenständige Kultur ist ihnen fast schon heilig. Sicherlich spielen die Insellage und die jahrhundert alte Anbindung an Großbritannien eine wesentliche Rolle für die tiefe Liebe zu und bewusste Pflege der kulturellen Eigenheiten.

 

Auf der ganzen Insel lassen sich interessante Sehenswürdigkeiten und viele mystische Plätze finden. Irland, das Land der Kelten und Kobolde, besitzt wunderschöne und spektakuläre Landschaften und viele historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten. Besondere Highlights sind der Gian's Causeway, Newgrange (heidnischer Begräbnisplatz), die romantischen Aran-Inseln, Clonmacnoise (frühchristliche klösterliche Ansiedlung) sowie der Phoenix Park in Dublin (Europas größter Stadtpark).

 

Land der Literatur

James Joyce, Oscar Wilde, oder Jonathan Swift - Musik in den Ohren gehobener Literaturliebhaber. Shaw, Beckett, Yeats und Heaney - alles irische Literaturnobelpreisträger. Auf diese berühmten und einflussreichen Schriftsteller sind die Iren - zu recht - sehr stolz. Ebenso auf ihre Musik und ihren einzigartigen Tanz. Letzterer ist eine Kombination aus Stepp- und Formationstanz und wichtiger Teil der Kultur Irlands. Sollte es irgendwie möglich sein, zeigen die irischen Landsleute ihren Tanz zu jeder sich bietenden Gelegenheit.

 

Der Irish Folk ist weltbekannt. Seine Ursprünge liegen im Mittelalter. Die Lieder sind in Gälisch und werden in der irischen Kultur von Generation zu Generation weitergegeben. Instrumental begleitet werden die Folk-Songs von der typisch irischen 40-saitigen Harfe, dem Dudelsack, der Blechflöte, der Geige und einer Art Blechtrommel, die Bodhran genannt wird. Einmal jährlich findet im Sommer das weit über die Grenzen Irlands hinaus bekannte All-Ireland-Fleahd, das populärste Folk-Festival Irlands statt.

 

Alltags-Kultur in Irland: Erst zum Hurling und dann in den Pub

Natürlich sind Iren sportbegeistert. Natürlich lieben sie nicht irgendeinen Sport, sondern ihre Sportarten. Hierzu zählen unter anderem der Gaelic-Football - eine Mischung aus Rugby, Fußball und Handball - und Hurling, welches eine Variante des Hockey-Spiels darstellt.

 

Pubs sind typisch irisch. Die größte Kneipendichte weltweit soll Irland aufweisen. Angeblich kommt auf 317 Einwohner jeweils ein Pub. In diesem so genannten „zweiten irischen Wohnzimmer" treffen sich alle Gesellschaftsschichten, Generationen und Geschlechter. Liebster Zeitvertreib: Guiness trinken, diskutieren, musizieren und natürlich tanzen.

 

Nicht zu vergessen: die irische Küche. Ein traditionelles Gericht ist der Irish Stew. Hierbei handelt es sich um ein Eintopfgericht mit Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Hammelfleisch, welches kräftig mit Kümmel gewürzt wird. Oder der Colcannon. Ebenfalls ein Eintopf - Kartoffeln und Grünkohl sind die Hauptbestandteile dieses typischen irischen Gerichtes.

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