Einkommen
In der Europäischen Union belegt Irland den zweiten Platz auf der Skala der höchsten Pro-Kopf-Einkommen. Dank der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns sinken die Einkommen bei den Vollzeitbeschäftigten nicht unter 1.100 Euro. Der Mindeststundenlohn liegt bei Arbeitnehmern mit Berufserfahrung bei 7,65 Euro.
Arbeitnehmer freuen sich über die positive Einkommensentwicklung. Bei Arbeitgebern kommen die höheren Arbeitslöhne nicht gut an. Obwohl die niedrige Körperschaftssteuer von 12,5 Prozent besonders unternehmerfreundlich ist, schrecken die hohen Löhne und Gehälter mittlerweile einige internationale Investoren ab.
Die Gehaltsstruktur ist anders als in Deutschland - Leistungsprämien sind wichtig
Die Lebenshaltungskosten auf der Insel sind etwas kostenintensiver als beispielsweise in Deutschland. Teurer sind Kraftfahrzeugsteuern und Lebensmittel. Gehälter und Löhne sind bei Beschäftigten im Handel und im gesamten Dienstleistungssektor etwas höher als in Deutschland. Ebenso verdienen ungelernte Kräfte mehr. Gut ausgebildete Arbeitnehmer und Spezialisten für bestimmte Berufe oder Branchen verdienen durchschnittlich weniger als ihre deutschen Kollegen.
Leistungsprämien spielen eine wesentliche Rolle in der Einkommensstruktur Irlands. Auch wenn die Einkommen im Management teils niedriger sind als in anderen EU-Ländern, sind die leistungsbezogenen Erfolgsbeteiligungen recht gut. Firmenwagen, Kinderbetreuung, bezuschusste Kantinenessen, Mitgliedschaften für Fitness-Studios oder gute Konditionen für private Renten- und Krankenversicherungen gleichen die geringeren Einkommen wieder aus. Weihnachts- und Urlaubsgeld ist in Irland eher ungewöhnlich. Wer sein Gehalt am Ende oder am Anfang eines Monats erwartet, muss sich umstellen. In Irland erfolgt die Bezahlung meist wöchentlich.
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